Kostenloses Gespräch buchenGespräch buchenGespräch

News

Zahlungsziel, Abschlag, Skonto: Wie du schneller an dein Geld kommst

Wenn Geld zu spät kommt, denken die meisten zuerst über kürzere Zahlungsziele nach. Dabei liegt der größte Hebel woanders, nämlich vor der Rechnung.

1. Der Tag, an dem die Rechnung rausgeht

Rechne einmal ehrlich nach, wie viele Tage zwischen dem Abschluss eines Auftrags und dem Versand der Rechnung liegen. In vielen Betrieben sind es zehn bis vierzehn, weil abends die Kraft fehlt und am Wochenende anderes ansteht.

Diese Tage kommen ungekürzt hinten drauf. Ein Zahlungsziel von 14 Tagen, das erst zwölf Tage nach Fertigstellung zu laufen beginnt, ist in Wahrheit ein Zahlungsziel von 26 Tagen. Wer stattdessen am selben Tag abrechnet, verkürzt seine Außenstände um zwei Wochen, ohne mit einem einzigen Kunden darüber zu reden.

Das ist auch der Grund, warum sich dieser Punkt am besten automatisieren lässt: Er kostet keine Verhandlung, sondern nur Verlässlichkeit.

2. Ein Zahlungsziel, das zu deinem Betrieb passt

30 Tage sind eine Gewohnheit aus dem Konzerngeschäft, kein Naturgesetz. Für Privatkunden sind 14 Tage üblich und völlig unproblematisch, bei kleineren Beträgen auch sieben. Entscheidend ist, dass ein konkretes Datum auf der Rechnung steht und nicht „zahlbar sofort ohne Abzug", was niemand als Termin liest.

Ein festes Datum hat noch einen zweiten Vorteil: Danach ist dein Kunde ohne weitere Mahnung in Verzug. Wie das genau funktioniert, steht in Kunde zahlt nicht.

3. Abschlagszahlungen bei längeren Aufträgen

Bei Werkverträgen kannst du Abschlagszahlungen für bereits erbrachte Leistungen verlangen. Bei einer Badsanierung über sechs Wochen bedeutet das: nicht sechs Wochen vorfinanzieren, sondern nach dem Rohbau abrechnen, nach den Fliesen abrechnen, am Ende die Schlussrechnung.

Zwei Dinge machen es unstrittig: Vereinbare die Abschläge schriftlich im Angebot, und beschreibe in jeder Abschlagsrechnung genau, welche Leistung damit abgedeckt ist. Ein Prozentsatz ohne Leistungsbeschreibung führt regelmäßig zu Rückfragen.

4. Skonto — aber nur, wenn du nachrechnest

Skonto wirkt harmlos und ist es nicht. Zwei Prozent bei Zahlung innerhalb von zehn statt dreißig Tagen bedeutet: Du bezahlst zwei Prozent dafür, das Geld zwanzig Tage früher zu bekommen. Aufs Jahr gerechnet entspricht das ungefähr 37 Prozent Zinsen.

Das kann sich lohnen, wenn du sonst den Kontokorrentkredit ziehst, der ebenfalls zweistellig verzinst ist. Es lohnt sich nicht, wenn du Skonto anbietest, weil es alle so machen. Rechne mit deinen Zahlen, nicht mit der Gewohnheit der Branche.

5. Mach das Bezahlen einfach

Je weniger dein Kunde tippen muss, desto eher zahlt er sofort. Ein GiroCode auf der Rechnung, also der QR-Code für Überweisungen, füllt in der Banking-App alle Felder aus. Die meisten Rechnungsprogramme können das, es ist oft nur ein Häkchen in den Einstellungen.

Dazu gehört auch: IBAN gut lesbar, Rechnungsnummer als Verwendungszweck vorgeschlagen, und die Rechnung als Anhang statt als Link, den erst jemand anklicken muss.

Und dann: dranbleiben

Alle fünf Punkte helfen nichts, wenn nach dem Versand niemand mehr hinschaut. Die Betriebe mit den niedrigsten Außenständen sind selten die mit den kürzesten Zahlungszielen, sondern die, bei denen drei Tage nach Fälligkeit verlässlich eine freundliche Nachricht rausgeht.

Verlässlich heißt: auch in der Woche, in der drei Notdiensteinsätze dazwischenkommen. Genau deshalb gehört dieser Schritt zu den ersten, die man abgibt.

Die Rechnung geht raus, während du noch aufräumst

Ich richte deinem Betrieb ein System ein, das am Tag der Fertigstellung abrechnet und danach von selbst dranbleibt. Die erste Automatisierung ist kostenlos.

Kostenloses Gespräch buchen

Dieser Artikel ist nach bestem Wissen geschrieben und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Was in deinem Betrieb konkret gilt, klärst du mit deinem Steuerberater.